Das Aufwachen

Nachdem ich also in einem Bruchteil einer Sekunde einfach weg war, war das nächste was ich mitbekam, dass ich seitlich in einem Bett lag, eine Stützrolle im Rücken, damit ich mich nicht auf den Rücken drehen konnte und es waren viele Stimmen in dem Raum wo ich war.

Ich konnte die Augen kaum aufmachen, denn ich sah alles so verschwommen, als ob ich erblindet wäre. Alle zwei Minuten kam jemand anderer zu mir und fragte mich wie es mir geht, wie ich mich fühle. Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten beim Atmen, irgendwie fühlte es sich an, als ob ich zu wenig atmen würde. Ich hatte eine Dauerblutdruckmanschette am rechten Arm und einen Fingerklipp zum Sauerstoffmessen am rechten Finger.

Immer wieder kam wer und ich fragte dann einen Typen der ans Bett kam (der Chirurg wie sich nachher rausstellte ) wie spät es ist und wie lange die OP gedauert hätte. Er meinte, die OP hat 30 Minuten gedauert.

Ich weiß nicht wie lange ich noch so dalag, ganz umnebelt und halb schlafend. Ich versuchte immer wieder die Augen zu öffnen, doch es gelang mir nicht ganz und ich sah alles ganz verschwommen. "Ich kann nicht gscheit sehen!" meinte ich, und eine Schwester meinte gleich darauf, das sei, weil man mir eine Salbe in die Augen tat während der OP.

Irgendwann, wurde mein EKG, was ich noch immer dran hatte entfernt, der Blutdruckmesser und auch das Pulsoxy und ich wurde dann wieder auf die Station geführt wo ich nun seit ein paar Stunden bin. Von da an begannen dann die höllischen, extrem starken Schmerzen .  Ich habe solche Schmerzen wie noch nie zuvor im Leben, die Geburt war Balsam dagegen.

Nach ca. 2 Stunden musste ich das erste mal Aufstehen um zur Toilette zu gehen und eine Schwester ging mit mir mit. Gottseidank! Sonst wäre ich mitten am Häusel umgekippt. Mir wurde auf einmal speiübel und ich war totenblass im Gesicht. Ab ins Bett in Windeseile und die Schwester kam mit dem Blutdruckmessgerät gerannt. Ich hatte 90/60 - also etwas wenig.

Heute bekam ich schon eine Infusionsflasche gegen Schmerzen angehängt während der OP sagte man mir, aber die Wirkung lässt zu wünschen übrig. Am Nachmittag gegen 14 Uhr bekam ich wieder eine und nun ist es 17 Uhr und die Schmerzen werden schon wieder schlimmer.

Heute bekomme ich nur Tee und kühles Wasser zu trinken, doch Hunger hab ich momentan eh keinen. Morgen früh gibts dann Kipferl. Zum Trinken muss ich mich echt überwinden. Hab seit gestern Nacht vor 24 Uhr vlt. ein Glas Wasser/Tee getrunken in Summe.

Mama und Basti waren mich heute schon besuchen, doch Basti war etwas unrund und so konnten sie nicht lange bleiben. Werde mich jetzt noch ein wenig ausruhen, versuchen ein paar Schlücke zu trinken und dann freue ich mich auf mein Schmerzmittel!

 

22.6.09 17:02

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